TEXT im Sommer 2019

noch bis 31. Oktober

Termine nach Absprache - Schenckbarsches Haus Museum
RADIKALE PIETISTEN: Schriften und Bibelübersetzungen


Zu den Besonderheiten des Landes an der oberen Lahn bis hinüber an die Dill gehörten besonders im 18. Jahrhundert frühe Radikalpietisten, die als Erbe eine Reihe besonderer Schriften hinterlassen haben. Dazu gehören eigene Bibelübersetzungen, wie die achtbändige Berleburger Bibel und die "Mystische und profetische Bibel" von Heinrich Horche, die sogenannte Marburger Bibel, sowie Schriften von Charles Hector de Saint George und Johann Georg Gichtel. Die Ausstellung zeigt diese Werke.

© ev-kirche-berleburg.de
Elvis Benner wird die Bücher im Rahmen seiner Führungen durch die Ausstellung vorstellen, und das in dem Haus, in dem vermutlich die "Heilige Dreifaltigkeit" der Buttlarschen Rotte unter Eva von Buttlar während ihrer Haft in Biedenkopf kurzzeitig eingekerkert war. Auf Wunsch kann das Gewölbe, das auch als Kerker genutzt wurde, mit besichtigt werden.

Eintritt frei 
Termine bitte vereinbaren unter mail@kaiser-kalligraphie.de oder 06461/89180




noch bis Freitag, 5. Juli

Immer freitags, 20 Uhr - Ikonenmuseum Schenckbarsches Haus
DIE APOKRYPHEN: Christoph Kaiser liest vor 


Apokryphen (altgr. apokryphos verborgen, dunkel) sind religiöse Schriften jüdischer bzw. christlicher Herkunft aus der Zeit zwischen etwa 200 vor und 400 nach Christus, die nicht in einen biblischen Kanon aufgenommen wurden oder über deren Zugehörigkeit Uneinigkeit besteht, sei es aus inhaltlichen oder religionspolitischen Gründen, oder weil sie erst nach Abschluss des Kanons entstanden sind oder zur Zeit seiner Entstehung nicht allgemein bekannt waren.

Der Begriff ist christlicher Herkunft und wird auch weitgehend nur in der christlichen Theologie verwendet. Im jüdischen Bereich spricht man stattdessen von außenstehenden Büchern. Streng zu unterscheiden ist zwischen Apokryphen des Alten und Neuen Testaments, da die damit jeweils verbundenen Forschungsprobleme und theologischen Fragestellungen unterschiedlich gelagert sind.



Im April, nach Beendigung seiner Lesungen aus der Lutherbibel in der Hospitalkirche Biedenkopf, wurde Christoph Kaiser mehrfach von Zuhörern gefragt, ob er zusätzlich zu den Büchern der Lutherbibel auch noch die Apokryphen vorlesen könnte. Der Otto-Ubbelohde-Preisträger möchte dieser Anregung gerne nachkommen und bietet deshalb an, ab dem 24. Mai die von Luther als apokryph eingeschätzten Bücher in der neuen Übersetzung von 2017 vorzulesen.

Der Leseplan sieht so aus: 24.5.: Judith; 31.5.: Weisheit Salomos; 7.6.: Tobit; 14.6.: Jesus Sirach; 21.6.: Baruch und die Stücke in Ester bis zum Gebet Manasses; 28.6.: 1. Makkabäer; 5.7.: 2. Makkabäer.

Kaiser wird Informationen zu den historischen und kulturellen Hintergründen sowie zur Wirkungsgeschichte dieser Bücher in die Lesungen einfließen lassen. Diese werden aber aus organisatorischen Gründen nicht mehr in der Hospitalkirche stattfinden, sondern  diesmal im Ikonenmuseum im Schenkbarschen Haus Biedenkopf, Bei der Kirche 9, wie bisher freitags um 20 Uhr. Der Eintritt ist wie immer frei.